Landesmeister NRW 2001/2002 und 2003/2004
Meistercorps der Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzüge 2002/2003
Deutscher Vizemeister in der Orchesterklasse 2000/2001
1. Regimentsmusikzug der Bürgergarde "blau-gold" von 1904 e.V. Köln
Im Juli 1967 wurde in der Gaststätte “Hirtsiefer Stube“ in Köln-Holweide
von Herrn Willi Gotsch und Herrn Werner Tabel ein Jugend - Fanfarencorps gegründet.
Der damalige Wirt, Herr Alex Toulumszik, stellte in seinem Keller einen Raum
für Proben zur Verfügung. Bei gutem Wetter wurde allerdings auf dem
Belgischen Übungsplatz auf dem Höhenhauser Mauspfad geprobt. Mit dem
ersten Ausbilder und dem damaligen Vorstand wuchs das Corps heran.
Zum Vorstand gehörten seinerzeit:
Herr W. Tabel, Herr E. Pyxa, Herr M. Goetz, Herr H. Schultes, Herr W. Gotsch,
Frau M. Schultes, Frau M. Pyxa, Herr G. Schramm, als Ehrenmitglied Günther
Franzke.
Die Aktiven wollten jedoch mehr als nur ein Fanfarencorps. 1968 wurden Ventilfanfaren
angeschafft und es entstand eine Sondergruppe. Im Herbst 1968 wollte man allerdings
noch mehr. Ein Musiklehrer für das Erlernen von Noten und Instrumenten
wurde gesucht. In den Brüdern Berthold und Ehrenfried Opitz fand man gleich
zwei Musikpädagogen, die mit sehr viel Aufopferung und Geduld ein komplettes
Blasorchester herbeizauberten.
Nun gab es zwei Musikgruppen, die aus einem Verein stammten:
1. den Fanfarenzug
2. den Musikzug
Im April 1969 bekam der Verein von der Stadt Köln einen alten Luftschutzbunker
in Köln-Höhenhaus zur Verfügung gestellt. Aus diesem alten “Bunker”
wurde im Laufe der Jahre ein gemütliches Jugend- und Vereinsheim. In diesen
Räumen finden noch heute Proben sowie zahlreiche Feiern und Veranstaltungen
statt. Nach den harten Proben blieb der Erfolg nicht aus. Zahlreiche Preise
und Pokale wurden eingespielt. 1970 erreichte der Fanfarenzug in Schöningen
bei der Deutschen Jugendmeisterschaft den 3. Platz, und der Musikzug sogar die
Vizemeisterschaft.
Im Jahre 1971 bekam der Musikzug in Wunstorf / Hannover den ganzen Lohn seiner
jahrelangen Bemühungen. Dort errangen die jungen Spieler die Deutsche Jugendmeisterschaft
in der Orchesterklasse. Nach langen Überlegungen entschloß sich der
Vorstand den Fanfarenzug aufzulösen. Die Spieler des Fanfarenzuges wurden
in den Musikzug übernommen. Nun gab es nur noch einen Musikzug, der bis
heute besteht. Der Jugend - Musikzug Köln-Holweide errang bei Wettstreiten,
Freundschaftstreffen und in den Karnevalssessionen im In- und Ausland große
Erfolge.
Ein weiterer Höhepunkt unseres Vereinslebens begann im Jahr 1981. 10 Jahre
lang wurde jeden Sommer ein eigenes Straßenfest in der Wilhelm-Marx-Strasse
veranstaltet, welches man aufgrund der stets hohen Besucheranzahl durchaus als
einschlägigen Erfolg bezeichnen konnte. Schießbuden, Getränkestände,
Imbiss aber auch Hüpfburgen oder aber das allseits bekannte “Tonnenschlagen”
wurden Jahr für Jahr erfolgreicher. Das jeweils aktuell angepaßte
Bühnenprogramm ließ selbst den letzten Partymuffel nicht lange auf
den Bänken sitzen. Aufgrund der Beschwerden einiger Anwohner wurde das
Straßenfest jedoch zum letzen Mal im Jahr 1991 veranstaltet. Seitdem findet
nun unser jährliches Musikfest auf dem Vorplatz unseres Vereinsheimes in
der Cottbuserstraße statt und wird auch dort musikalisch durch befreundete
Vereine sowie ein liebevoll gestaltetes Rahmenprogramm gern angenommen.
Dann erstmals im Jahr 1987 trat der Musikzug gemeinsam mit einem Tanzkorps in der Karnevalssession auf. Es war die Tanzgruppe “Grün-Gold Hürth-Efferen”. In den Jahren 1990 bis 1995 spielten wir mit Erfolg und Begeisterung für das Reitercorps “Jan von Werth”. In den Sessionen 1996/97 traten wir mit dem “Kölner Husarencorps von 1972 e.V.” auf.
Mit dem neuen Ausbilder Leonid Kilimnik, der 1997 für den Verein gewonnen
werden konnte, kam ein ganz neuer und professioneller Musikstil zum Ausdruck.
Der erst 1995 aus Russland gekommene hauptberufliche Dirigent ist mit viel Ehrgeiz
und Arrangement bei der Sache. Gleich im September 1997 konnten wir den ersten
Platz in der Orchesterklasse in Lenzinghausen belegen. Pfingsten 2000 kam dann
noch die Deutsche Vizemeisterschaft in der Orchesterklasse zu den zahlreichen
Erfolgen hinzu. Durch das Erreichen des 1. Platz auf der Landesmeisterschaft
in Duisburg im Oktober 2001 trugen wir erstmals den Titel “NRW Landesmeister
des DBV 2001/2002” und qualifizierten uns damit automatisch für die Deutsche
Meisterschaft in Lindau / Harz 2002.
ENDLICH, nach vielen Jahren ein für uns bisher unerreichter Titel und das
2 Jahre hintereinander, denn ...
Bei der deutschen Meisterschaft schlugen wir uns tapfer und mußten leider
(durch kuriose Entscheidungen) mit dem 2. Platz Vorlieb nehmen. Aber wir ließen
uns nicht unterkriegen. Pünktlich zur Landesmeisterschaft 2003 in Meinerzhagen
griffen wir wieder an. Neue Lieder, neue Herausforderungen! Blutschwitzende
Musiker auf der Bühne erreichten den Titel “Landesmeister, Meistercorps
der Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzüge 2003/2004”.
Wir genossen die uns nun gegebene Aufmerksamkeit und fuhren stolz und erhobenen
Hauptes heimwärts. Aufgrund des eigens für uns angefertigten Standarten
- Wimpels (gesponsort durch unseren ersten Vorsitzenden Klaus Tabel) wurde uns
bei jedem folgenden Auftritt das Erreichte vor Augen gehalten, was jeder für
sich wohl stolz zur Kenntnis nahm.
Im Jahr darauf erreichten wir bei der deutschen Meisterschaft in Mainz den 3.
Platz. Die Landesmeisterschaft 2005 verließen wir ebenso mit einem 3.
Platz. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und greifen spätestens zur
Landesmeisterschaft 2007 in Duisburg West wieder an.
Seit Ende des Jahres 2000/Anfang 2001 nennen wir nun auch stolz eine Internet Seite als Kontakt Adresse für jedermann. Unser Webmaster Uli füllt diese nach wie vor liebevoll mit aktuellen News wie auch Fotos der letzten Ereignisse. Es sind nicht nur alle Spieler, sondern auch die jeweils aktuellen Instrumentenbesetzungen nachzuvollziehen. In mühseliger Kleinarbeit werden ständig viele Neuerungen eingestellt und evtl. anfallende Wünsche der Mitglieder gerne von Uli umgesetzt.
Im Juli 2002 feierten wir in unserem Vereinsheim das 35-jähriges Vereinsjubiläum.
Im November 2002 wurde dann der mittlere Teil unseres Vereinsheimes übernommen, welcher sich jedoch seitdem im Umbau befindet. Die Mauern des Raumes wurden wieder so hergestellt, daß die alten Gewölbe wieder zum Vorschein kamen. Es werden nun nach und nach in Eigenarbeit Heizungsrohre verlegt, Estrich aufgefüllt sowie viele weitere Erhaltungsmaßnahmen getroffen, um den alten “Flair” des Luftschutzbunkers zu erhalten. So erhielten wir im Jahre 2006 sogar einen Zuschuß der hiesigen CDU, um weitere Instandsetzungen durchführen zu können.
Durch die erreichten Erfolge ließen die Anfragen nicht lange auf sich
warten. Im Jahr 2003 erreichte uns die Anfrage der “Bürgergarde Blau-Gold
von 1904 e.V.”. Ein erfolgreiches Traditionscorps, das aus dem Kölner Karneval
nicht mehr wegzudenken ist. Wir ergriffen mit der Session 2004 auch diese Chance,
da wir hier auch zum ersten Mal die Möglichkeit hatten, gemeinsam mit einem
Tambourcorps (dem Tambourcorps der Bürgergarde) die Bühnenauftritte
zu absolvieren. Ein Erlebnis folgte auf dem nächsten. Nicht nur einfache
Bühnenauftritte oder Karnevalsumzüge folgten.
Die Einweihung der Flugstrecke Köln-Salzburg wurde durch die Bürgergarde
Blau-Gold von 1904 e.V. mit Musikzug und Tambourcorps offiziell eröffnet.
Die Musiker flogen mit samt Instrumenten und in vollständiger Uniform mit
HLX nach Salzburg und musizierte gemeinsam mit Freunden aus Salzburg mitten
auf dem Rollfeld!
Welch ein Erlebnis!! Tuba und Pauken angeschnallt auf Sitzen, die eigentlich
für die Fluggäste bestimmt waren. Es wird noch heute über die
leichten Flugschwierigkeiten einiger Spieler gelächelt! All dies prägt
nach wie vor unser Vereinsleben mit all seinen Höhen und Tiefen.
Im Jahr 2005 fand unser erstes eigenes Frühlingskonzert im Holweider Veranstaltungssaal Sankt Anno statt. Zahlreiche Geschäftsleute, Vereine, Freunde und Holweider Bürger nahmen mit großem Interesse das musikalische Können zur Kenntnis und lieferten am Ende des Tages tosenden Applaus! Nun hatten wir uns endlich auch einmal den “Einheimischen” von unserer besten Seite gezeigt. Mit dem Versprechen, ein weiteres öffentliches Konzert folgen zu lassen verabschiedeten wir uns an diesem Abend mit einem erfolgreichen Schulterklopfen und einer tiefen Verbeugung von unseren Gästen, wohlwissend, das wir es ohne die mühselige Arbeit unseres Ausbilders Leonid Kilimnik und seiner endlosen Geduld, sowie den oft sehr strapazierten Nerven unseres Chorleiters Hans Leich, nicht so weit geschafft hätten.
Viele Vereinstouren folgten. Die Jugendherbergen in Monschau, Kleve oder auch
Rüdesheim werden ständig wieder erwähnt, sei es wegen der super
Ausstattung, der überaus freundlichen Herbergsväter oder aber das
ebenerdige Gelände, das den Spielern oft zum Verhängnis wurde. Musikalisch
sind wir nach wie vor stets bemüht auf dem aktuellen Stand zu bleiben,
sei es durch neuerworbene Lieder oder auch durch neuaufgelegte Klassiker des
Notenschrankes.
Die ein oder andere “Panne” oder auch “Auffälligkeit” läßt trotz
allem immer wieder die Bestätigung auftauchen, daß all das, was oft
als negativ anerkannt wurde uns Spieler, den Vorstand aber auch die inaktiven
Mitgliedern und Freunden immer mehr zusammen geschweißt hat.
Wir hoffen, auch in den nächsten Jahren musikalisch erfolgreich zu bleiben
und dabei auch nach wie vor die Freundschaft untereinander stets zu achten.
So feiern wir heute unser 40-jähriges Bestehen und blicken stolz auf all
das zurück was immer wieder von neuen Mitgliedern (Musikern) aufrecht erhalten
wurde. Ein Jugend-Musikzug der weiterhin aufrecht und erfolgreich durch musikalische
Welten schreitet!!!!