Landesmeister NRW 2001/2002 und 2003/2004
Meistercorps der Spielmanns-, Fanfaren-, Hörner- und Musikzüge 2002/2003
Deutscher Vizemeister in der Orchesterklasse 2000/2001
1. Regimentsmusikzug der Bürgergarde "blau-gold" von 1904 e.V. Köln

Renovierung des Bunkerdaches

Samstag, 30.08.2008 - Autor: Nicole Pannek

Regelmäßig treffen wir uns, um unser Vereinsheim oder besser bekannt als "Bunker" in Schuß zu halten. Diesmal war es an der Zeit das Dach zu erneuern. Hier ein paar Bilder von der Renovierung.

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Ein Tag mit der Bürgergarde

Sonntag, 24.02.2008 - Autor: Ulrich Sowade

Mein Erlebnis mit der Bürgergarde blau-gold.

"Was können wir dir denn noch Gutes tun?" wurde ich im Sommer 2007 von Nicki gefragt. Sie hatte wohl ein schlechtes Gewissen, da ich die Webseite vom Musikzug Köln-Holweide betreue. Ja, was kann man jemanden Gutes tun der wunschlos glücklich ist ;-) ?
"Kann ich mal einen "richtigen" Auftrittstag mit der Bürgergarde mitkommen?" Kurze Überlegung mit der darauffolgenden Antwort: "Aber nur in kompletter Uniform". Dies war für mich natürlich selbstverständlich.

Es vergingen ein paar Monate, die Karnevals-Session kam immer näher, also suchte ich mir im Spielplan den 12.01.2008 aus. Abfahrt 14:45, Kolpinghaus St. Apernstr. Kolpingfamilie, danach Kerpen Horrem Sindorf / Fidele Jungen, dann ein Umtrunk (was immer das auch bedeutet), anschließend Landgasthaus Ville in Vochem und zum Abschluß in den Congress-Saal der KölnMesse zu den Altstädtern.
Diesen Tag fand ich interessant und spannend.
Jetzt benötige ich noch die Uniform. Ich also an einem Abend mal bei Susi vorbei, dann ging es aber erst einmal los. Ich dachte ja nicht, dass die Uniform aus so vielen Einzelteilen bestandIch in der Uniform der Bürgergarde blau-gold: (Strampel-)Hose, Hosenträger, Rüschenlatz?!?, Orden, Schiffchen, Helm mit Blume?!?, Uniformjacke mit Bändern (alles einzeln) und die Stulpen. Was wird unter den Stulpen getragen, was unter der Uniformjacke. Dies wurde alles geklärt und ich bin mit beiden Händen voll nach Hause gegangen.
Dann kam der Samstag. Ich bin pünktlich am Treffpunkt, alle trudeln so langsam ein, der Bus ist da und dann passiert etwas Seltsames, woran sich die Anderen wohl schon alle gewöhnt hatten: Jeder zippelt und zuppelt an deiner Uniform rum. Das passierte aber noch den ganzen Tag lang - immer wieder richtete jemand die Bänder, korrigierte den Sitz des Schiffchens oder nahm Fusseln von der Schulter. Später habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich an fremden Uniformen rumfingerte. :-) Scheint aber völlig normal zu sein.
Der erste Auftritt im Kolping-Saal in Köln. Der Bus mit Musik- und Spielmannszug hielt, alle nahmen ihre Helme, Instrumente und Noten und verließen den Bus. Plötzlich sah ich aber noch viel mehr Menschen in Uniform - wo kamen die auf einmal her? Vor unserem Bus stand noch ein Doppeldecker-Bus mit den Gardisten und Offizieren der Bürgergarde. Zusammen waren wir so knapp 110 Mann. Im Foyer des Kolpinghauses war es dermaßen voll - man sah nur Blau und Gold und die glänzenden Helme blitzen nur so herum. Ich schaute mir den Saal - oder besser Raum an, in den wir gleich einziehen sollten. Ich vermute mal eine Bühne von ca. 10qm. Das wären bei 110 Personen so ca. 0,09qm pro Person (Die europäische Regelung zum halten von Legehühner würde es verbieten). Und das Tanzpaar sollte auch noch tanzen können? Wie sollte das gehen?Auftritt im Kolping-Saal
Es kam der Befehl. Musik drei - vier. Es begann der Spielmannzug mit der Locke und gemeinsam wurde das Lied der Bürgergarde angespielt. Im Saal sprang alles von den Stühlen (soweit bei den Senioren von "springen" gesprochen werden kann), jedoch waren alle mit voller Begeisterung dabei. Als die Musik die "Bühne" betreten hat, war eigentlich im Saal schon kein Platz mehr gewesen. Aber irgendwie kamen immer mehr - und immer mehr - und immer mehr ... und auf einmal waren alle im Saal. Jedem Feuerwehrmann, der für die Sicherheit im Saal zuständig gewesen wäre, hätte wahrscheinlich einen Anfall bekommen - aber es waren alle drin.
Der Ablauf bei den Auftritten ist eigentlich immer der gleiche:
- Einmarsch mit dem Lied der Bürgergarde blau-gold
- Stimmungslied durch das Regiments-Musikcorps
- Gardisten / Mariechentanz (oder auch zwei)
- Ordenübergabe
- Musik und raus
Das hört sich zwar ziemlich langweilig an, aber irgendwie ist jeder Auftritt doch wieder anders und besonderes. Hier im Kolpingsaal waren es die alten Herrschaften, die sich riesig gefreut hatten auf ihrer "kleinen" Sitzung ein Kölner Traditionscorps zu empfangen. In den anderen Sälen war es die Atmosphäre, wenn alle Mann zusammen auf der Bühne stehen, tanzen - singen - schunkeln und der Saal einem zujubelt.
Das Neubrücker Kinderdreigestirn Als wir aus dem Saal rauskamen hatten die Organisatoren schon ein 20-Liter Faß angeschlagen und ein paar Kränze für die Garde gefüllt. Ich hatte die Gelegenheit, mit dem Kinder-Dreigestirn 2008 ein Foto zu machen, bevor es wieder hieß: Los in den Bus, es geht weiter. Später stellte sich heraus, das es nicht das "Kölner Kinder Dreigestirn" war, sondern das aus Köln-Brück - was mir eigentlich egal war, da die super nett waren.
Dann ging es mit dem Bus nach Kerpen. Nach zig Runden durch sämtliche Kreisverkehre kamen wir in der Aula der Schule in Sindorf an. Die Stimmung im Saal war schon richtig angeheizt, obwohl es erst 17:30 Uhr war. Im "Literaten-Cafe" wartete noch Renate Fuchs - "Die Calas von Köln" und die "Bickendorfer Knallköpp" auf ihre Auftritte.Sitzung der Fidele Jonge aus Kerpen SindorfWir waren aber vorher dran. Helme auf, stillgestanden, Abmarsch. Wieder zog ein unendlicher Lindwurm von glitzernden Helmen durch den Saal. Es wurden alle Lieder lauthals mitgesungen und geschunkelt.
Dann weiter nach Hürth. Dort sollte ein Umtrunk stattfinden, eingeladen von einem neu ernannten Offizier. Auf dem Weg zur Gaststätte wurden wieder alle Kreisverkehr (auch gerne mehrfach) mitgenommen und rein in das Lokal. Der gesamte Schankraum und die Kegelbahn war mit "Blau-Gold" gefüllt. Überall standen Fäßchen rum und Kellner bedienten uns mit allem was die Theke hergab. Nach einer kurzen Ansprache durch den Präsidenten Markus Wallpott und die Ehrung des neuen Offiziers wurde das Büfett eröffnet. UmtrunkAlles vom Feinsten und ich möchte nicht wissen, was der ganze Spaß für die ganze Truppe gekostet hat - dafür ist er jetzt aber Offizier und darf eine andere Uniform tragen.
Nach 3 Stunden hieß es dann wieder "Aufsitzen". Es ging nach Vochem in das Landgasthaus Ville. Ein Auftritt wie auch schon die letzten - diesmal hatten aber 8 Offiziere keine Lust mit auf die Bühne zu marschieren und blieben lieber an der Theke stehen. Dies bemerkte der Präsident ziemlich schnell und ließ diese 8 Offiziere mit einem "Extraständchen" auf die Bühne geleiten. Diese "Ehrung" ist den Offizieren aber sichtlich peinliche gewesen und ob nicht noch was in die Vereinskasse "gespendet" werden musste ist leider nicht bekannt geworden.
Dannach zack-zack in den Bus und zurück nach Köln. Im Congress-Saal sollten wir um 23 Uhr die zweite Abteilung der Sitzung der Altstätter eröffnen. Pünktlich angekommen hieß es aber vom Literaten "die sind gerade erst in die Pause gegangen - das dauert noch was".
Markus wartet geduldig. Um 23:10 Uhr trommelt er seinen Senat zusammen und Punkt 23:15 Uhr marschiert er mit voller Musik auf die Bühne und nahm im Elferrat platz. Sitzung der Altstädter im Congress-SaalDer Saal noch halb leer füllt sich langsam und der eigentliche Elferrat - noch mit vollem Mund - kam angelaufen und sah, dass ihre Plätze schon belegt waren und stellten sich brav an den Rand der Bühne. Markus Wallpott nahm das Mikrophon und begrüßte zur zweiten Abteilung und die Bürgergarde blau-gold auf der Bühne und übergab das Wort an den Präsidenten Hans Kölschbach. Dieser wußte jetzt natürlich nicht, was er tun oder sagen sollte und stotterte ein:"Stillgestanden" heraus, was natürlich keinen Effekt hatte, aber da die Abläufe ja immer ähnlich sind, ließ er ein wenig Stimmungsmusik machen und dann das Mariechen tanzen.
Zum Abschluß überreichte Markus Wallpott dem Präsidenten der Altstädter seinen "eigenen Orden" und unter dem Jubel der Gäste und der Bürgergarde schenkte er im Namen der Altstädter 100-Liter Kölsch der Bürgergarde. Das ist doch mal nett.
Danach ging es wieder zurück zum Treffpunkt, es war mittlerweile nach Mitternacht. Für mich jetzt nicht so sehr das Problem, aber für alle anderen hieß es wieder Treffen um 8:45 Uhr an gleicher Stelle, in sauberer Uniform um den nächsten Marathon-Tag durchzustehen. Aber Tapfer bleiben - es ist doch eine ultrakurze Session.
Aber bevor ich gehen konnte, wurde ich noch gefragt, was ich Rosenmontag und Veillchendienstag machen würde? Sie brauchen noch jemanden für die Kesselpauke beim Zug - das macht doch bestimmt Spaß!
Zusammengefasst kann man sagen: Obwohl es viel Streß und zeitlicher Aufwand ist und meiner Meinung nach zu viel getrunken wird, macht es riesig Spaß mit solch einem Kölner Traditionscorps durch die Säle zu ziehen. Wer Karnevalsbegeistert ist, muss dies mal erlebt haben.

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